Thermische Kabelbewertung für den Netzanschluss des Windparks Wirmighausen
| Kunde: | VSB Neue Energien Deutschland GmbH |
| Projektjahr: | 2026 |
| Projektziel: | Ziel des Projekts war die fundierte Bewertung der thermischen Leistungsfähigkeit einer Mittelspannungskabeltrasse zwischen dem geplanten Windpark Wirmighausen und dem Umspannwerk Korbach. |
GRIDSIDE Energy Consult analysierte die bestehende Kabelinfrastruktur unter realen Betriebsbedingungen und bewertete deren thermische Belastbarkeit. Neben der Prüfung der aktuellen Auslegung wurden auch zukünftige Laststeigerungen und Erweiterungsszenarien berücksichtigt, um Handlungsspielräume transparent aufzuzeigen.
Ausgangssituation
Für den Anschluss des Windparks Wirmighausen soll eine bestehende Mittelspannungskabeltrasse genutzt werden, deren tatsächliche Leistungsfähigkeit unter realen Verlege- und Betriebsbedingungen nicht vollständig bekannt war.
Insbesondere thermische Einflussfaktoren wie die Eigenschaften des Baugrunds, die konkrete Rohrbelegung sowie die gegenseitige Erwärmung parallel geführter Kabel führten zu Unsicherheiten hinsichtlich der maximal zulässigen Belastung. Gleichzeitig stellte sich die Frage, ob die vorhandene Dimensionierung ausreichend ist oder kostenintensive Verstärkungsmaßnahmen erforderlich werden.
Unser Lösungsansatz
Zur Beantwortung dieser Fragestellungen wurde die Kabelanlage detailliert modelliert und unter realitätsnahen Bedingungen thermisch bewertet. Dabei wurden sowohl elektrische Betriebsgrößen als auch standortspezifische Randbedingungen wie Bodenparameter und Verlegekonfiguration berücksichtigt.
Ein besonderer Fokus lag auf der präzisen Abbildung der Rohrbelegung, um komplexe thermische Wechselwirkungen zwischen den Kabelsystemen realitätsnah zu erfassen. Ergänzend wurden Variantenuntersuchungen durchgeführt, um zukünftige Laststeigerungen und mögliche Erweiterungen technisch und wirtschaftlich bewerten zu können.

Ergebnis
Die Analyse zeigte, dass das bestehende Kabelsystem unter den betrachteten Randbedingungen weiterhin sicher betrieben werden kann. Gleichzeitig wurden die thermischen Grenzen der Anlage transparent aufgezeigt sowie klare Kriterien definiert, unter welchen Voraussetzungen Anpassungsmaßnahmen erforderlich werden.
Durch die fundierte Bewertung konnte auf eine vorsorgliche Überdimensionierung verzichtet werden. Der Kunde erhielt damit eine verlässliche Grundlage für Investitionsentscheidungen sowie eine klare Perspektive für die weitere Netzentwicklung.
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