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Verdrillung Freileitungsanlagen

Verdrillung und Symmetrierung von Freileitungsanlagen

Freileitungsanlagen weisen aufgrund ihrer geometrischen Anordnung häufig Unsymmetrien auf, die sich in Impedanzabweichungen und einer erhöhten Nullsystemkopplung zwischen den Stromkreisen äußern können. Im Rahmen von Netzanalysen werden diese Unsymmetrien auf Basis des vorliegenden Planungsstandes berechnet und durch geeignete Verdrillungsmaßnahmen gezielt reduziert.

Ziel der Verdrillung und Symmetrierung ist es, die elektrischen Eigenschaften der Stromkreise zu optimieren, unerwünschte Wechselwirkungen mit benachbarten Stromkreisen zu minimieren und die Eingangsdaten für die Netzberechnung zu verbessern.

Berechnung der Leitungsparameter für die Netzberechnung

Ausgehend vom übergebenen Planungsstand analysiert GRIDSIDE die vorherrschende Unsymmetrie der Freileitungsanlage, insbesondere die Unsymmetrie und Nullsystemkopplung der Stromkreise – auf bei Erfordernis auch von benachbarten Stromkreisen. Darauf aufbauend werden anhand von Variantenuntersuchungen geeignete Verdrillungsmaßnahmen definiert und auf ihre bauliche Umsetzbarkeit hin bewertet.

Die grundlegenden Vorgaben zur Auswahl geeigneter Verdrillungsmaste werden im Kickoff-Termin gemeinsam mit dem Auftraggeber festgelegt. Dabei werden unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Bauliche Realisierbarkeit, beispielsweise Masttypen und Leitungswinkel
  • Unterteilung der Verdrillung in Hauptabschnitte, etwa bei Phaseneinführungen in Schaltanlagen oder bei Vorbeiführungen von Stromkreisen
  • Phasenlage innerhalb der einzelnen Verdrillungsabschnitte
  • Betrachtung aller betroffener Stromkreise, einschließlich Impedanzabweichung, Gesamtimpedanzabweichunge, Nullsystemkopplung und kapazitive Unsymmetrie
  • Beeinflussung benachbarter 110-kV-Stromkreise

Untersuchungsumfang und Methodik

Im Rahmen der Untersuchung werden unter anderem folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

  • Geometrische Modellierung der Freileitungsanlage
  • Berechnung der Unsymmetrie auf Grundlage induktiver und kapazitiver Kopplung
  • Berechnung der elektrischen Kennwerte der Leitungsanlage, unter anderem
    • Betriebsinduktivität
    • Erdkapazität
    • Kapazitiver Erdschlussstrom
    • Betriebskapazität
    • Kapazitiver Ladestrom und kapazitive Ladeleistung
    • Wellenwiderstand und natürliche Leistung
    • Betriebsimpedanz und Nullimpedanz
    • Erdseilreduktionsfaktor

Ergebnisse und Deliverables

Im Ergebnis der Untersuchung werden dem Auftraggeber folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt:

  • Dokumentation der Berechnungsmethodik und der Ergebnisse in einem Bericht
  • Erstellung von Verdrillungsplänen zur Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen

Lassen Sie uns sprechen!

Unsymmetrien und Nullsystemkopplungen erschweren Ihre Netzplanung? Wir zeigen Ihnen, wie sich diese durch gezielte Verdrillung beherrschen lassen.

Sven Daniel

Teamleiter Hochspannungsbeeinflussung & Verdrillungskonzepte
Hochspannungsbeeinflussung
+49 351 207882 04